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Gedicht eines
Hundeliebhabers
Letzte Nacht stand ich an
Deinem Bett, Deine Trauer ins Herz mich traf. Ich konnte sehen wie
Du weintest, Du fandest keinen Schlaf.
Ich winselte ganz leise
als Deine Tränen rollten. "Ich bin's, ich hab' Dich nicht
verlassen, bin noch hier, so wie wir es immer wollten."
Ich war Dir nah beim Frühstück,
Du machtest gerade Tee, Du dachtest an die Zeit mit uns, das Herz war Dir
ganz weh.
Ich ging mit Dir zum Einkauf,
die Tüten waren schwer. Ich wünscht' ich könnt sie für Dich tragen, ich
wünscht' ich könnt Dir helfen mehr.
Ich ging zu meinem Grab mit Dir,
das Du pflegst mit so viel Liebe, ich möchte Dir versichern, dass ich dort
nicht liege.
Ich lief mit Dir zum Haus, Du
suchtest nach dem Schlüssel, ich lehnte mich ganz sacht an Dich, ich
lächelte "Du Schussel".
Du hast so müde ausgesehen als
Du in den Sessel sankst, ich versuchte Dir zu sagen, dass ich ganz nah bei
Dir stand.
Ich bin bei Dir jeden Tag hier
an diesem Ort, mit Gewissheit sag ich Dir "Niemals ging ich fort".
Du saßt ganz ruhig und
lächeltest in dieser stillen Nacht, ich denke, dass Du wusstest wer hier bei
Dir wacht.
Der Tag ist vorüber ... Du
gähnst und gehst nach Oben, ich sage "Gute Nacht und süße Träume, ich sehe
Dich am Morgen".
Wenn Deine Zeit gekommen ist, in
dieses Reich zu schreiten, Seit' an Seit' vereint stehen dann wir beiden.
Hier gibt's so viel für Dich zu
sehen, soviel hab ich zu zeigen Dir. Sei geduldig, leb Dein Leben, dann
komm Heim und bleib bei mir. |